Stickerei-Fabrikanten, Fergger, Dessinateure ...

Über die Fabrikanten und Fergger sind uns viele Geschichten erhalten geblieben. Diese beschreiben vor allem das karge Leben und die schlechten Löhne der Stickerinnen und Dessinateure. Häufig wird jedoch übersehen, dass das Verlegen der Stickerei-Aufträge für den Fabrikanten oder Fergger auch mit sehr hohen Risiken verbunden war. So sind ganze Schiffsladungen von Stickereien verloren gegangen, Geschäftspartner haben Konkurs gemacht und Rechnungen wurden nicht bezahlt. Dazu kamen die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise mit allen seinen Auswirkungen auf die Konsumenten der geschätzten Appenzeller Stickereien.

Unsere Fragen:

Wir möchten Geschichten zu den Lebensumständen der Stickereifabrikanten und Fergger sammeln. Das Geschäftsrisiko war oft gross. Mit welchen Aufträgen hat man gut verdient, wie sind Vermögen verloren gegangen?

1930 gab es in Appenzell über 50 Fergger vorwiegend Frauen, die vor allem fürs Ausland gestickt haben. Wer kann Auskunft geben über die Geschäftstätigkeit der BroderiehändlerInnen in bekannten Kurorten wie Karlsbad (Tschechien), Baden-Baden, Nordeney, Westerland. Dazu kommen noch Berlin, Rom, Mailand, Paris, London, New York etc. ?

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