Tintenherstellung

Russtinte

Zutaten:

Russ (möglichst schwarzer und reiner Russ), Gummi Arabicum (Harz einer Akazie aus der Sahel-Zone, Importprodukt im Mittelalter), Essig und Honig. Die Tinte sollte nicht in einer Flasche gelagert werden. Es empfiehlt sich, die Tinte immer wieder eintrocknen zu lassen, um diese dann mit etwas Wein wieder flüssig zu machen.

Weitere Zutaten oder Ersatzstoffe waren Eiweiss und Ochsengalle.

 



Gummi Arabicum und getrocknete Russtinte


Die bekannteste Tinte war die
Eisengallustinte

Zutaten:

Galläpfel von Gallwespen, die an Knospen und Ästen der Eiche zu finden sind. Die Galläpfel sind reich an Gerbstoff, dazu Eisenvitriol, Gummi Arabicum, Wasser, Essig, Wein oder Bier.

Diese Tinte ist wasserfest, kann aber ausbleichen und verursacht vor allem bei Feuchtigkeit den sogenannten Tintenfrass. Dieser kann zur vollständigen Zerstörung des Beschreibstoffes Pergament führen.

 

Mit Dornenzweigen (Schlehdorn, geschnitten im Frühsommer) oder mit Eichenrinde wurde ebenso eine dunkle, schwarzbraune Tinte (lichtecht) hergestellt.

Rote Tinte wurde mit dem giftigen Minium (Zinnober) angerührt.

 

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